Fei´ ganz schön griabig

Feste & Kulturbräuche

Volksfeste und alte Kulturbräuche sind aus dem bayerischen Wald kaum mehr weg zu denken! Besuchen Sie doch die Burgfestspiele Neunussberg, den Kötztinger Pfingstritt, die Landshuter Hochzeit oder den Further Drachenstich.

Gäubodenvolksfest Straubing

Absoluter Höhepunkt der Region Bayern ist das Gäubodenvolksfest Straubing. Mit dem traditionellen Auszug zum Festplatz durch die Altstadt von Straubing mit Trachten- und Volkstumsgruppen, Blaskapellen und prachtvoll geschmückten Pferdegespannen und Wagen wird jedes Jahr Mitte August die „5. Jahreszeit“ in Straubing einleitet. Aus dem im Jahre 1812 gegründeten Landwirtschaftsfest hat sich mittlerweile, nach dem Münchner Oktoberfest, das zweitgrößte Volksfest in Niederbayern entwickelt. Vor allem von der heiteren und gemütlichen Atmosphäre, die das Heimatfest des Gäubodens bis zur heutigen Zeit bewahrt hat, werden alljährlich in 11 Tagen mehr als 1,2 Millionen Besucher aus nah und fern angezogen.

Der moderne Vergnügungspark auf dem Festplatz „Am Hagen“ bietet Attraktionen für Jung und alt. Über 120 Geschäfte mit einer exzellenten Mischung aus Hightech, Action, Spaß, Grusel, Romantik und Nostalgie sorgen auf 2,5 Kilometern für viel Gaudi, Nervenkitzel und Gaumenfreuden. Die 6 Festzelte mit insgesamt 23 000 Sitzplätzen bieten kulinarische und musikalische Leckerbissen. Im Gäubodenfest Straubing tragen zahlreiche bekannte Kapellen mit traditioneller Blasmusik und modernem Partysound zur Stimmung in den Zelten bei. Außerdem bereichert ein umfangreiches Rahmenprogramm mit rund 70 kulturellen und sportlichen Einzelveranstaltungen das Festgeschehen.

Seit den 50er Jahren gehört die Ostbayernschau Straubing in Niederbayern untrennbar zum Gäubodenvolksfest. Die größte Verbraucherausstellung im ostbayerischen Raum vermittelt einen eindrucksvollen Überblick über die Leistungsfähigkeit der Region Bayrischer Wald. Mit einer riesigen Palette an Produkten, Dienstleistungen und Informationen wird die Ostbayernschau jährlich von rund 400.000 Menschen besucht – bei freiem Eintritt - und zählt somit zu den besucherstärksten Regionalausstellungen in Ostbayern.

Über 700 Aussteller präsentieren jedes Jahr auf 55.000 qm modern ausgestattetem Ausstellungsgelände ein Riesenangebot an Produkten und Dienstleistung für Haus, Handwerk, Gewerbe, Landwirtschaft, Garten und Freizeit. 17 Hallen sowie ein großes Freigelände stehen dabei als Ausstellungsfläche zur Verfügung. Gerade die vielfältig-bunte Mischung an beachtens- und staunenswerten Besonderheiten gibt der Ostbayernschau im Landkreis Straubing-Bogen ihren besonderen Reiz.

Bundesautobahn A3 Regensburg – Passau
Sie verlassen die Bundesautobahn A3 an der Ausfahrt Straubing und fahren  auf der Bundesstraße B20 Richtung Straubing. Nach ca. 3 kmbiegen Sie auf die Staatsstraße 2125. Sie folgen dem Straßenverlauf weitere 3 Kilometerund biegen dann auf die Chamer Straße. Nach der Überquerung der Donau haben Sie Straubing fast erreicht.

Bundesstraße B8 Regensburg – Passau
Auf der Bundesstraße aus nördlicher Richtung kommend fahren Sie bis kurz vor die Tore von Straubing. Bei der Abfahrt Geiselhöring verlassen Sie die B8 und biegen auf die Staatsstraße 2142 stadteinwärts. Für eine Parkplatzsuche folgen Sie den Beschilderungen. Aus südlicher Richtung kommend fahren Sie auf der Bundesstraße bis zur Ortschaft Mitterast. Nun biegen Sie auf die Landshuter Straße stadteinwärts. Parkhäuser in Zentrumsnähe stehen ausreichend zur Verfügung.

Trenckfestspiele Waldmünchen

In Waldmünchen im Bayerischen Wald wird seit 1950 jedes Jahr im Juli / August ein ganz besonderes Freilicht-Festspiel aufgeführt. Die 300 Laienschauspieler machen mit beeindruckenden Reiterszenen und Lagerfeuer die Geschichte lebendig. Das Schauspiel handelt vom österreichischen Erbfolgekrieges von 1742. Trenck der Pandur zog damals mit einer Horde wilder Krieger durch Ostbayern. Sie kämpften grausam ohne Rücksicht auf Verluste. Am 15. September kamen sie nach Waldmünchen. Ihr schlimmer Ruf eilte ihnen bereits voraus.

Aber auch die Liebe kommt in der historischen Aufführung nicht zu kurz. Drei Frauen spielen eine wichtige Rolle. Trenck der Pandur verehrte die Kaiserin Maria Theresia aus Wien. Für sie würde er "lachend in den Tod" gehen. Die Zigeunerin Mariuzza sieht Trencks Ende voraus. Kathi Schwab stammte aus Cham, das die Panduren niedergebrannt haben. Sie war zuerst Gefangene, dann opferte sie sich freiwillig. Durch die Liebe werden sich "alle Sinne zum Besseren kehren".

  • Tribüne für Zuschauer ist überdacht und dreiseitig verglast
  • Nummerierte Sitzplätze
  • Busparkplätze vorhanden
  • Kartenvorverkauf unter: www.okticket.de
  • Tel. 09972/30725
  • Ab 20 Personen Gruppenermäßigung
     

Norden: A 93 Weiden-Regensburg, Ausfahrt Nabburg; B 22 Richtung Cham, Ausfahrt Waldmünchen

Osten: B 26 Pilsen-Domazlice; bei Domazlice Richtung Waldmünchen

Süden: A 93 Regensburg-Weiden; Ausfahrt Nabburg; B 22 Richtung Cham, Ausfahrt Waldmünchen oder: A 3 Passau-Regensburg; Ausfahrt Straubing; B 20 Richtung Cham; B 22 Richtung Weiden

Westen: A 6 Nürnberg-Amberg; Ausfahrt Amberg-Ost; B 85 Richtung Schwandorf; weiter Richtung Neunburg v. Wald

Further Drachenstich

In Furth im Wald findet das älteste deutsche Volksschauspiel statt. Seit mehr als 500 Jahren findet hier der Further Drachenstich statt. Die neue Spielfassung von Alexander Etzel-Ragusa bewegt sich in der Zeit der Hussitenkriege und der Schlacht nahe der Stadt Taus.

Nach einer sehr alten Prophezeiung hieß es, wird sich ein grausames Untier erheben und Tod und Verwüstung mit sich bringen. An einem Sonntag im April 1431 hat sich ein mächtiges Heer versammelt um die abtrünnigen Böhmen zu vernichten. Der Kreuzzug wurde angeführt von einem Abkömmlings Julius Cäsar und galt deshalb so gut wie gewonnen. Doch im Schatten des Krieges erhebt sich jenes grauenvolle Untier jener Prophezeiung. Nur zwei Personen können dieser Kreatur Einhalt gebieten: die junge Schlossherrin von Furth und der furchtlose Ritter Udo. Unaufhaltsam nähert sich der Drache der Stadt, wenn er nicht aufgehalten werden kann, wird sich die Prophezeiung auf wohl schreckliche Weise erfüllen.

Der Further Drachenstich findet jedes Jahr im August statt und bietet dem Gast in den Abendvorstellungen ein beeindruckendes Schauspiel. Doch nicht nur das Volksschauspiel in Furth im Wald sondern auch das Umfeld der alljährlichen Veranstaltung ziehen die Besucher in den Bann.

Mythologischer Hintergrund:
Mittelalterliche Drachen-Sagen sowie die Sankt-Georg-Legende.
Der Drachenstich als mythologische Verkörperung des Kampfes des Guten gegen das Böse.

Historischer Hintergrund:
Die Hussitenkriege des ausgehenden Mittelalters: ein religiöser und machtpolitischer Konflikt zwischen deutschem Kaiser und Papst gegen Böhmen und seine hussitischen Reformatoren

Tradition des Drachenstichs:

  • Ursprünge vor mehr als 500 Jahren.
  • Einst spektakulärer Bestandteil der Fronleichnamsumzüge.
  • Gegen kirchliche und behördliche Verbote durch die Further Bürgerschaft ab 1869 als eigenständiges Festspiel ertrotzt.
  • Wechselnde Spielfassungen im jeweiligen Geist der Zeit.
  • Seit 2006 Festspiel auf den historischen Spuren der Versöhnung zwischen Tschechen und Deutschen.

Bühnendarstellungen des Drachen:
Bis um 1900 Verkörperung durch mehrere Darsteller mit Unterstützung durch Mechanik und Effekte (z.B. Blutblasen).
Danach zunehmend mechanisierte Ungeheuer, den jeweiligen Fortschritten der Bühnentechnik angepasst.
Ab 2010 High-Tech-Drache auf dem aktuellsten Stand der Mechatronik.

High-Tech-Drache:

  • Projektname: Tradinno – eine Symbiose aus Tradition und Innovation
  • Gefördert durch die Europäische Union (Förderprogramm Interreg IIIa), die Bayerische Landesstiftung, sowie zahlreiche Institutionen, Unternehmen und die Further Bevölkerung
  • Über 20 beteiligte Firmen und Institutionen, davon hauptausführend:
  • Zollner Elektronik AG, Zandt (federführend)
  • Deuringer GmbH, Furth im Wald
  • Dorst Technologies, Bad Kötzting
  • Hieber Metallbau GmbH, Barbing
  • Leoni Draht GmbH, Bad Kötzting
  • Mühlbauer Maschinenbau GmbH, Runding

Burgfestspiele Neunussberg

Schon lange Zeit vor dem ersten Burgfestspiel im Jahre 1968 traf man sich auf der Burg Neunussberg im Bayerischen Wald, um Vorträgen über die Burggeschichte zu lauschen und nach dem Vortrag gemütlich zu feiern. Grundidee war, die eingespielten Erlöse für die Restaurierung der alten Burgkapelle welche unterhalb der Burg erbaut wurde zu verwenden.

Umgehend begann Altbürgermeister Karl Gareis mit dem schreiben der ersten Szenen. Der ortsansässige Reitverein war von Anfang an in den Ablauf der Festspiele integriert. Zum 500-jährigen Gedenken an die Niederwerfung des „Böckleraufstandes“ fand das Burgfestspiel mit nur wenigen Proben und mit großer Beteiligung der örtlichen Vereine am 1. September 1968 statt. Gestartet wurde mit nur einer Vorführung, heute werden mehrere Vorstellungen den Besuchern dargeboten.

Bis zum Tode Karl Gareis’ im Dezember 1974 wurde das Stück nicht verändert. Anfang der 90er mit nachlassenden Besucherzahlen verloren die Burgfestspiele an Attraktivität. Ab dem Jahre 1995 wurden die Burgfestspiele mit Hilfe der Stadt modernisiert. 2004 übernahm Günther Bauernfeind die Gesamtverantwortung und setzte mit einer Live-Band neue Impulse, was vom Publikum mit großem Anklang aufgenommen wurde.

Jährlich zwischen Juli und August findet das Spektakel vor den Toren Viechtachs statt. Regisseur Günther Bauernfeind präsentiert mit 100 ambitionierten Laienschauspielern eines der schönsten Theaterstücke. Auf der Freilichtbühne führen die Schauspieler eine einzigartige Ritterkomödie die als Thema den Böckleraufstand der Bayerwaldritter gegen Erzherzog Albrecht auf.

Hintergrund der Geschichte ist die Auflehnung der Bayerwaldritter im Jahre 1468 gegen die Tyrannei des Landesherrn Herzog Albrecht IV. Federführend waren hier auch die Nußberger bei der Rebellion. Das Theaterstück zeigt, wie die Menschen in dieser Zeit unter der Willkür der Herrscher zu leiden hatten. Aber auch etliche satirische Anspielungen auf die gegenwärtigen Verhältnisse, Mystik und Liebe wurden ins Theaterstück mit eingebaut.

Kötztinger Pfingstritt

Der Pfingstritt zu Bad Kötzting zählt zu den größten berittenen Bittprozessionen Europas und geht auf das Jahr 1412 zurück. Nach einer Erzählung, lag im Nachbardorf Steinbühl ein Mann im sterben und bat um die Sterbesakramente.

Da aber der Pfarrer sich nicht ohne Schutz durch die Nacht traute, begleiteten Ihn die Kötztinger Burschen und gaben Ihm somit das gewünschte Geleit. Da niemand zu Schaden gekommen war, wurde gelobt jedes Jahr den Ritt zu wiederholen. Seit dieser Zeit findet jedes Jahr am Pfingstmontag dieser Pfingstritt statt. Mit geschmückten Pferden und in alten Trachten zieht man von Bad Kötzting nach Steinbühl. 

Die Aufstellung des Festzuges erfolgt nach festen Regeln. Als erster im Zug ist der Kreuzträger. Ihm folgen Laternenträger, Fanfarenbläser, Geistlicher Offiziator mit Mesner und Ministranten.

Als nächstes reitet der Pfingstbräutigam des aktuellen Jahres mit den beiden Brautführern.  Den Abschluss der Spitze macht der Pfingstbräutigam aus dem Vorjahr mit seinen Brautführern. Die übrigen Reiter schließen sich einfach nach der Spitze an.

Aus Regensburg kommend fahren Sie auf der Bundesstraße 16 Richtung Cham. Nachdem Sie die Ortschaft Cham durchfahren haben, biegen Sie rechts auf die Bundesstraße 85 Richtung Bad Kötzing.

Aus Deggendorf kommend fahren Sie auf der Bundesstraße 11 Richtung Patersdorf. Bei Patersdorf biegen Sie links auf die Bundesstraße 85 Richtung Viechtach. Bei Viechtach biegen Sie rechts Richtung Bad Kötzting.

Landshuter Hochzeit

Alle 4 Jahre wird die Landshuter Hochzeit gefeiert. Diese Tradition geht zurück auf die Hochzeit der polnischen Königstochter Hedwig mit dem Landshuter Herzogssohn Georg.

Im Jahre 1474 wurde die Heirat mit der polnischen Königstochter in Radom ausgehandelt und so brach die 18-jährige Braut noch im Herbst desselben Jahres nach Landshut im heutigen Bayern auf, wo sie nach einer zweimonatigen Reise mitsamt ihrem Gefolge in Landshut eintraf und dort von Fürsten und Bischöfen königlich in Empfang genommen wurde. Angekündigt von über einhundert Trompetern und Paukern wurde die Braut zur Martinskirche geleitet, in der das Paar vermählt wurde. Anschließend zog sich der Brautzug durch den weiten Platz der Altstadt und die Hochzeit wurde die folgenden Tage mit Essen und Trinken, Musik und Tanz und vor allem Turnieren in der Altstadt, denen die Damen von den Fenstern aus zusahen, gefeiert.

Als im Jahr 1880 der Prunksaal des Landshuter Rathauses mit Szenen der Landshuter Hochzeit von 1475 geschmückt wurde, erweckte man bei den Bürgern den Wunsch diesen historischen Hochzeitszug wieder ins Leben zu rufen. So kam es, dass im Jahr 1903 zum ersten Mal der festliche Brautzug der Landshuter Hochzeit aufgeführt wurde.Die Landshuter Hochzeit ist eine der größten Veranstaltungen in Ostbayern.

Heute ist die Landshuter Hochzeit in Niederbayern ein Spektakel, das Besucher aus aller Welt anreisen lässt. 1475 kamen etwa 10.000 Gäste in die Stadt, heute besuchen etwa 600.000 Menschen das Fest. Über 2000 Mitwirkende versetzen die Zuschauer mit Tanz, sowie zeitgenössischer Musik und Ritterspielen zurück ins Mittelalter.

Von den Tribünen aus können die Zuschauer den in historischer Treue gemimten Hochzeitszug verfolgen, der einen eindrucksvollen Einblick in das höfische Leben der damaligen Zeit zulässt. Kaiser, Kurfürst, Fürsten und Grafen, aber auch Gesandte und Bürger, Trossknechte und Bettelvolk begleiten in originalgetreuen Kostümen die Braut und werden vom Volk umjubelt.